Glücksspiel: Wie erkenne ich eine Sucht?

    Das Glücksspiel boomt nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und eigentlich auch in allen anderen Ländern dieser Erde – wenn auch nicht immer ganz offiziell. Während der Großteil aller Spieler die Einsätze lediglich zum Spaß an der Freude platziert, haben einige wenige Spieler ernsthafte Probleme mit dem Spielen. Doch wie genau macht sich eine Glücksspielsucht überhaupt erkennbar? Bin ich wohlmöglich schon süchtig, ohne es zu merken?

    Männer eher betroffen als Frauen

    Studien in den letzten Jahren haben deutlich gezeigt, dass sich die Glücksspielsucht durch alle Schichten der Gesellschaft ziehen kann. Stark betroffen sind dabei vor allem Männer, die eher als Frauen in ein bedenkliches Spielverhalten verfallen. Insgesamt gibt es Schätzungen zu Folge allein im Bundesland Niedersachsen rund 40.000 Spieler, bei denen das Spielverhalten als problematisch bezeichnet werden kann. Am beliebtesten unter den Spielern sind dabei die Einsätze an den klassischen Geldspielautomaten in Spielotheken. Beratungsstellen gibt es über das ganze Land hinweg verteilt. Doch was, wenn die Spielsucht überhaupt nicht als solche erkannt wird?

    In erster Linie setzen die Betreiber in diesem Thema vor allem auf geschultes Personal. So sollen die Angestellten die Spieler durchaus beobachten und bei einem auffälligen Spielverhalten aufklärend und unterbrechend einschreiten. In einigen Bundesländern wird sogar mit einer Sperrdatei gearbeitet, so dass abhängige Spieler bzw. gesperrte Spieler keinen Zutritt zu den jeweiligen Spielhallen erhalten. Das System kommt allerdings längst noch nicht flächendeckend zum Einsatz und wird von Datenschützern als mangelhaft kritisiert.

    Spieler selbst sind gefragt

    Ob ein problematisches Spielverhalten vorliegt, sollten die Spieler also in erster Linie selbst überprüfen können. In den Spielhallen liegen in der Regel Broschüren mit kleinen Tests aus, welche einen schnellen Überblick und schnelle Antworten auf diese Frage liefern können. Spieler sollten sich so zum Beispiel hinterfragen, ob sie sich bereits einmal Geld von Freunden oder Bekannten geliehen haben, um ihr Verlangen nach dem Glücksspiel zu stillen. In diesem Zusammenhang lässt sich auch erwähnen, dass natürlich nur mit Geldern gespielt werden sollte, die nicht an anderer Stelle benötigt werden. Sind alle Rechnungen und Kosten bezahlt, lässt es sich auch deutlich befreiter und entspannter spielen. Zusätzlich dazu sollte sich jeder Spieler fragen, ob sein soziales Umfeld durch den Spielbetrieb in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sollten also beispielsweise wichtige Termine verschoben werden, um zu spielen, ist das ein ziemlich deutliches Warnsignal.

    Gleichzeitig sollten die Spieler darauf achten, wie sich das eigene Gefühl nach einem Verlust verhält. Wer möglichst schnell wieder neue Einsätze platzieren möchte, vielleicht, um sein verlorenes Geld zurück zu gewinnen, der sollte sein Spielverhalten auf jeden Fall einmal hinterfragen. Neben allen Kontrollmaßnahmen und Unterstützungen der Betreiber liegt es also vor allem an den Spielern, die Probleme zu erkennen und die Hilfe dementsprechend anzunehmen.

    Spielsucht kein neues Problem der Gesellschaft

    Die Spielsucht selber ist generell kein Problem, mit dem sich die Gesellschaft erst in den letzten Jahren beschäftigen muss. Tatsächlich ist es so, dass es die Abhängigkeit schon so lange gibt, wie das Spiel selbst. Es lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen, dass die Thematik in diesen Jahren noch einmal besondere Dramatik zugewiesen wird. So können die Spieler heutzutage nicht mehr nur in Spielbanken und Spielotheken ihr Glück herausfordern, sondern problemlos auch im Internet. Gerade dieses Angebot schätzen Experten als risikobelastet ein, da viele Anbieter den Spielerschutz nicht zu 100 Prozent erfolgreich umsetzen würden. Immer wieder ein Streitthema ist dabei die generelle Regulierung der Online-Glücksspielanbieter in Deutschland. Eine echte Regulierung für einen einheitlichen Markt konnte bisher noch nicht auf die Beine gestellt werden. Stattdessen ist es so, dass jedes Bundesland individuell festlegt, wie mit dem Glücksspiel innerhalb der eigenen Landesgrenzen verfahren wird.

    Viele Experten fordern bereits seit langer Zeit eine einheitliche Regulierung, mit der dann auch der Spielerschutz in feste gesetzliche Bahnen gelenkt werden könnte. Allerdings hat sich die Branche in dieser Hinsicht in den letzten sechs Jahren kaum von der Stelle bewegt. Es ist dementsprechend nicht davon auszugehen, dass hier in der jüngeren Zukunft große Erfolge nachzuweisen sind. Gleichzeitig muss aber auch gesagt werden, dass die Anzahl der Problemspieler in Deutschland als verhältnismäßig gering bezeichnet werden kann. Gerade einmal ein Prozent der Bevölkerung des Landes fällt in diese Kategorie.

    Bildquelle: kaisender @ Pixabay

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