Paypal: Zahlungsanbieter will Nutzung für Glücksspiel unterbinden

    Paypal Casinos

    Keine andere Zahlungsoption in den Online Casinos hat sich in den letzten Jahren derart als Spieler-Favorit herauskristallisiert wie die Zahlungsmethode Paypal. Der Grund hierfür liegt vor allem in der schnellen Abwicklung der Transaktionen und der bequemen Verrechnung mit dem Paypal-Konto oder Bankkonto. Doch jetzt wird damit Schluss sein. Paypal wird ab Oktober neue Nutzungsbedingungen in Kraft setzen und schließt hier die Zahlungsabwicklung an in Deutschland tätige Glücksspielunternehmen aus.

    Neue Nutzungsbedingungen: Abschied vom Glücksspiel?

    Schlechte Nachrichten für die Paypal Online Casinos und ihre Spieler. Der US-Konzern überarbeitet seine Nutzungsbedingungen und scheint sich dadurch erst einmal vom Online-Glücksspiel in Deutschland verabschieden zu wollen. Konkret geht aus der Neufassung hervor, dass im Paragraf „Verbotene Aktivitäten“ künftig ein paar neue Passagen zu finden sind. Im Detail steht dort geschrieben: „Nutzung der Paypal-Services im Zusammenhang mit Angeboten, die an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort nicht legal sind, einschließlich mancher Online-Glücksspielangebote.“

    Doch warum entscheidet sich Paypal für diesen Schritt, durch den das Unternehmen im Jahr mehrere Millionen US-Dollar Gewinn weniger machen dürfte. In erster Linie ist dies vor allem mit dem wachsenden Druck von Verbraucherschützen zu begründen. Bereits seit geraumer Zeit warnen diese vor einer möglichen Spielsucht und speziell den Anbieter, die im Graubereich im Internet aktiv sind. Paypal erklärte auf Anfrage vom „Handelsblatt“ daher: „Mit Auslaufen der Online-Glücksspie-Lizenzen des Landes Schleswig-Holstein ist das Angebot von Online-Casinospielen in Deutschland verboten beziehungsweise allenfalls geduldet.“ Aus diesem Grund würde man derartige Zahlungen künftig nicht mehr unterstützen.

    Angst vor möglichen Rückzahlungen?

    Abgesehen vom Druck der Verbraucherschützer dürfte es im Schuh von Paypal aber noch an anderer Stelle drücken. In Deutschland konnten sich die Länder 2011 nicht auf einen Glücksspielstaatsvertrag einigen und so hat Schleswig-Holstein einen Sonderweg beschritten. Das nördlichste Bundesland hat eigene Lizenzen vergeben und so zumindest den Spielern aus Schleswig-Holstein das Spiel im Internet ermöglicht. Genau da liegt aber eines der Probleme. Die Casinos beschränken sich nicht auf Schleswig-Holstein, sondern sind in der gesamten Bundesrepublik aktiv. Und das führt zu Ärger. Immer wieder kommen Spieler auf die Idee, den Zahlungsdienstleister zu verklagen, weil dieser Zahlungen an illegale Anbieter unterstützt habe. So erklärt ein Berliner Rechtsanwalt gegenüber dem „Handelsblatt“: „Zahlungsdienstleister haben lange gut an illegalen Glücksspielangeboten verdient. Das muss enden.“

    Im Falle des Anwalts geht es um eine Forderung seines Mandanten im Wert von mehr als 150.000 Euro. Dieser hatte das Geld offenbar beim Online-Glücksspiel verloren und fordert von Paypal nun die Rückzahlung. Die Begründung des Anwalts: „Zahlungsdienstleister müssen grundsätzlich prüfen, ob ein Anbieter über die notwendige Lizenz verfügt, bevor sie mit ihm Geschäfte machen. In der Vergangenheit ist das oft nicht geschehen.“ Sollte der Anwalt mit seinem Mandanten Recht bekommen, droht Paypal eine noch größere Rückzahlungsklage als ohnehin schon. Vor derartigen Entwicklungen scheint sich der US-Konzern jetzt schützen zu wollen.

    In Niedersachsen schon verboten

    Sollte das US-Unternehmen verlieren, müsste der Konzern möglicherweise alle Verluste der Kläger aus den letzten drei Jahren zurückerstatten, wie der Anwalt gegenüber der Zeitung erklärt. Für den Konzern wäre das aus finanzieller Sicht ein echtes Fiasko. Ganz neu ist die Unterbindung der Zahlungen mittels Paypal für das Online-Glücksspiel aber keinesfalls. Bereits im Juni 2018 wurde einem offiziell nicht namentlich genannten Zahlungsanbieter untersagt, weitere Transaktionen für Online-Glücksspiele abzuwickeln. Hinter vorgehaltener Hand soll klar sein, dass es sich hierbei augenscheinlich um Paypal handelt. Sicher ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass sich Paypal durchaus um eine Rückkehr nach Deutschland bemühen wird. Immerhin werden Schätzungen zufolge pro Tag rund 90 Millionen Euro mit den Glücksspielen umgesetzt. Und von diesem Kuchen möchte auch der US-Konzern das eine oder andere Stück abbekommen.

    Wie funktioniert Paypal im Online Casino?

    Paypal wurde bereits vor rund 20 Jahren gegründet, wurde allerdings nicht vorwiegend für die Nutzung von Online-Glücksspielangeboten ins Leben gerufen. Stattdessen wurde Paypal vor allem eingeführt, um die allgemeinen Zahlungen im Internet für Kunden zu vereinfachen. Nach und nach entdeckte aber auch die Glücksspielbranche das einfache Prinzip und war bemüht, mit dem US-Konzern zusammenzuarbeiten. Abgewickelt werden die Transaktionen über Paypal ohne die Eingabe von persönlichen Informationen. Notwendig sind lediglich der Benutzername für den Zahlungsdienst und das dazugehörige Passwort. Der jeweilige Einzahlungsbetrag wird direkt vom Paypal-Konto abgebucht oder nach der Einzahlung im weiteren Verlauf zum Beispiel vom Bankkonto eingezogen. Eingezahlte Beträge stehen sofort auf dem Spielerkonto zur Verfügung. Auszahlungen sind mittels Paypal ebenfalls möglich. Diese sind deutlich schneller als mit der Banküberweisung möglich und in der Regel schon nach wenigen Stunden abgewickelt.

    Hey ich bin in André aus Hamburg und ein großer Las Vegas fan. Seit 2012 schreibe ich für Gameoasis und liebe es neue Online Casinos auszuprobieren und zu bewerten.

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