MGM Resorts: Blackstone kauft zwei Resorts in Las Vegas

    Blackstone hat wieder zugeschlagen! Das US-amerikanische Investmentunternehmen hat sich in den letzten Jahren und Monaten bereits mehrfach in der Glücksspielbranche engagiert. Daran scheint auch der Jahreswechsel ins Jahr 2020 nichts geändert zu haben. Wie jetzt bekannt wurde, übernimmt Blackstone gleich zwei Casinos am Strip in Las Vegas von den MGM Resorts International. Konkret soll es um das Mandalay Bay Resort und das MGM Grand Resort gehen, für die Blackstone wohl rund 2,5 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen muss.

    Blackstone hat es wieder getan

    Blackstone entwickelt sich mehr und mehr zum Investitionsspezialisten in Las Vegas. Das Unternehmen hat erst vor einigen Monaten das Bellagio Hotel und Casino von den MGM Resorts übernommen. Hierfür soll ein Betrag von rund 4,25 Milliarden US-Dollar gezahlt worden sein. Bereits mit diesem Deal wollte Blackstone ein klares Zeichen in Las Vegas setzen, was in den letzten Monaten zunehmend unter Druck geraten war. Immer mehr machten sich Gerüchte breit, dass die Spielerzeit in Las Vegas schon bald beendet sein könnte. Blackstone möchte offenbar zeigen, dass dies nicht so ist. Immerhin hat der Investitionsgigant jetzt noch einmal doppelt in der Spielerstadt nachgelegt. Wie mitgeteilt wurde, übernimmt der Konzern von den MGM Resorts jetzt auch das Mandalay Bay Resort und das MGM Grand Resort. Erneut zwei Casino-Resorts, mit denen sich Blackstone mitten im Herzen von Las Vegas platziert.

    Trotz dieser drei Verkäufe bleiben aber auch die MGM Resorts weiter eine Macht auf dem internationalen Glücksspielmarkt. Der Konzern betreibt noch immer Casinos in Las Vegas, New Jersey oder Detroit. Zudem sind die MGM-Resorts auch auf dem asiatischen Glücksspielmarkt aktiv.

    MGM-CEO verspricht gute Entwicklung für Aktionäre

    In Las Vegas und auf dem US-amerikanischen Glücksspielmarkt stehen somit einige Änderungen bevor. Ebenfalls noch aktuell ist der Verkauf des Circus Circus, welches sich auch in der Hand der MGM Resorts befindet. Verkauft werden soll der Circus an den Milliardär Phil Ruffin, der als guter Vertrauter von US-Präsident Donald Trump gilt. Dass die MGM Resorts zahlreiche Casinos verkaufen, ist nicht zuletzt die Reaktion auf zunehmenden Druck der Investoren. CEO Jim Murren versuchte dementsprechend auch, diese zu begeistern. Gegenüber der „Financial Times“ erklärte Murren: „Diese Ankündigungen sind ein Meilenstein in der Durchführung der von der Firma im Vorfeld kommunizierten Asset-Light-Strategie, die eine branchenführende Bilanz und eine starke Cashflow-Generierung ermöglichen soll, um MGM Resorts eine erhebliche strategische Flexibilität zu bieten und auch für die Aktionäre weiterhin neuen Wert zu generieren.“

    Freuen dürften sich die Aktionäre auf jeden Fall. Nicht nur der Wunsch nach dem Verkauf von Resorts wird erfüllt, dieser spült auch kräftige Summen in die Kasse. Rund 8,2 Milliarden US-Dollar netto bringen die Verkäufe den MGM Resorts ein.

    MGM möchte intellektuelles Kapital anderweitig einsetzen

    Für Blackstone haben sich die bisherigen Zukäufe und Investitionen in der Glücksspielbranche als Erfolg erwiesen. Vor allem auch dank des cleveren Geschäftsmodells, welches nun auch die MGM Grand noch intensiver mit einspannt. Das Joint Venture besteht zu 50,1 Prozent aus Anteilen der MGM Growth Resorts, zu 49,9 Prozent aus Anteilen von Blackstone. Beide Casinos sollen künftig vom Joint Venture dann an die MGM Resorts vermietet werden. Die Mietkosten sollen pro Jahr dann bei rund 292 Millionen US-Dollar liegen. Diese Summe gilt allerdings nur für den Anfang und kann bei Bedarf angehoben werden. Wie Jim Murren mitteilte, seien die Verkäufe und Umstrukturierungen auch eine Folge der sich verändernden Casino-Industrie. Das eigene intellektuelle Kapital möchte man demnach anders einsetzen. Murren hierzu: „Die Casino-Branche entwickelt sich und wir sind der Meinung, dass der beste Einsatz unseres intellektuellen Kapitals der Fokus auf Sport, Live-Unterhaltungen und die Reduzierung der Fremdverbindlichkeiten ist.“

    Obwohl die Nachrichten die Anleger definitiv erfreuen dürften, haben sich an den Aktienmärkten nach der Veröffentlichung kaum Veränderungen gezeigt. Ganz anders sah es derweil in Großbritannien aus.

    Bewegungen bei britischen Casino-Aktien

    Vor wenigen Tagen teilte hier die britische Gambling Commission mit, dass in den Online Casinos ab April 2020 keine Zahlungen mit den Kreditkarten mehr gestattet sind. Obwohl es bis zur Einführung also noch einige Wochen sind, sorgt diese Ankündigung bereits jetzt für eine Menge Wirbel. Zwischenzeitlich haben die Aktien der Glücksspielanbieter um rund 500 Millionen Pfund verloren, wobei nahezu alle großen Unternehmen hiervon betroffen sind. Die GVC Holdings etwa mussten einen Rückgang von 0,5 Prozent auf 917 Pfund hinnehmen, bei 888 war es eine Abnahme von 1,5 Prozent auf 150 Pfund. Offensichtlich am stärksten betroffen waren allerdings die Aktien vom Glücksspielunternehmen William Hill. Der Traditionskonzern musste ein Minus von acht Prozent an der Börse hinnehmen. Der Wert eines einzelnen Papiers fiel damit auf rund 178 Pfund.

    Obwohl sich die Märkte mittlerweile wieder ein wenig erholt haben, bleibt aus Sicht der Branche ein ungutes Gefühl. Schließlich ist das große Beben in diesem Fall erst noch zu erwarten. Zahlreiche britische Spieler nutzen die Kreditkarten, so dass ab April horrende Umsatzeinbußen drohen – und spätestens dann könnte sich der negative Trend der Papiere möglicherweise längerfristig festsetzen.

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