MGM: Glücksspielriese entlässt 18.000 Mitarbeiter

    In der Glücksspielbranche hat es weltweit zuletzt massive Einsparungen aufgrund der Corona-Pandemie gegeben. Enorm hart getroffen wurden von der weltweiten Erkrankung bekanntermaßen die USA. Auch hier geht es einigen Glücksspielkonzernen dementsprechend schlecht. Als Reaktion auf die enorme Missentwicklung der letzten Woche hat nun der Glücksspielriese MGM mitgeteilt, rund 18.000 Mitarbeiter entlassen zu müssen. Das entspricht ungefähr einem Viertel aller Beschäftigen des Unternehmens in den USA. Treffen wird dies vor allem die Spielerstadt Las Vegas, wo sich die Angestellten schon in diesen Tagen auf Kündigungsschreiben einstellen müssen.

    MGM Resorts: Fehlende Gäste treiben finanzielle Sorgen an

    Wer an Glücksspiel denkt, denkt zumindest in den USA auch häufig an das Unternehmen MGM. Der Konzern ist mit dem MGM Grand, dem Mandalay Bay oder dem Bellagio eines der führenden Unternehmen in Las Vegas und dominierte jahrelang gemeinsam mit zwei, drei anderen Namen den Markt. Aktuell allerdings sieht es beim Glücksspielriesen schlecht aus. Der Konzern hat mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Und das massiv. So würden die Häuser allesamt keine ausreichende Auslastung zu spüren bekommen (teilweise unter 43 Prozent), was nun zu massiven Kürzungen von Arbeitsplätzen führen wird. Wie der Konzern erst vor wenigen Tagen mitteilte, sollen insgesamt 18.000 Mitarbeiter entlassen werden.

    Zuletzt hatte das Unternehmen noch versucht, Spieler und Touristen mit besonders günstigen Preisen in die eigenen Etablissements zu locken. Ein Zimmer im MGM Grand gab es zum Beispiel schon für rund 50 US-Dollar pro Nacht. Ein Spottpreis gegenüber den regulären Zimmerpreisen. Da dies aber nicht ausreichend fruchtete, muss nun zügig umgeplant werden. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die ersten Entlassungen bereits in diesen Tagen vorangetrieben werden.

    Vor allem Las Vegas von Kürzungswelle betroffen

    Besonders betroffen sein sollen von den Kürzungen und Kündigungen demnach die Mitarbeiter in der Spielermetropole Las Vegas. Hier haben die Unternehmen noch immer mit den Beschränkungen der Corona-Krise zu kämpfen und dürfen zum Beispiel nur mit der Hälfte der regulären Belegschaft arbeiten. Bill Hornbuckle, der CEO der MGM Resorts, erklärte, dass es sich um eine enorm schwere Entscheidung gehandelt habe. Gleichzeitig müsse man die Gesetze einhalten und so beachten, dass man als Arbeitgeber in Nevada dazu verpflichtet ist, allen zwangsbeurlaubten Mitarbeitern einen Kündigungstermin zu nennen, wenn diese nicht innerhalb von sechs Monaten wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Als Stichtag gelte daher der 31. August. Hornbuckle teilte zudem mit, dass die Resorts auch weiterhin aufgrund der Reisebeschränkungen mit einem massiven Umsatzrückgang zu kämpfen hätten.

    Sollten tatsächlich rund 18.000 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen müssen, würde das gut ein Viertel aller US-Mitarbeiter des Konzerns entsprechen. Damit setzen sich die MGM Resorts an die traurige Spitze der US-Glücksspielunternehmen, die zuletzt Kündigungswellen ankündigen mussten.

    Keine andere Option für MGM?

    Bekannt sind die MGM Resorts weltweit vor allem für ihre blinkenden Spielautomaten, die zahlreichen Tischspiele und die enorme Unterhaltung in den Resorts. Aktuell allerdings gibt es in dieser glitzernden Fassade einige Risse. Wie stark diese sind, zeigen die aktuellen Kennzahlen des Unternehmens. Bis zum 30. Juni 2020 hat der Konzern Nettoeinnahmen von rund 2,54 Milliarden US-Dollar verbuchen können. Das klingt nicht schlecht, entspricht aber einem Rückgang von gut 60,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damals waren es im gleichen Zeitraum Einnahmen von rund 6,4 Milliarden US-Dollar. Ebenso verzeichnet der Konzern laut Kennzahlen in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Nettoverlust von stattlichen 50,4 Millionen US-Dollar.

    Wird nur das Casino-Geschäft des Unternehmens gewertet, zeigt das Minus hier eine Summe von 1,22 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Das wiederum ist ein Einbruch von mehr als 61 Prozent. Im Hotelgeschäft sieht es ähnlich übel aus. Hier sanken die Einnahmen auf 465,6 Millionen US-Dollar, was somit einem Rückgang von 59,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Nahrungsmittel- und Getränkegeschäft sind die Einnahmen um 60 Prozent eingebrochen und liegen bei rund 426,5 Millionen US-Dollar. Derartige Entwicklungen sind bei vielen Unternehmen der Glücksspielbranche erkennbar. Schwer vorstellbar also, dass MGM das einzige große Unternehmen mit einer flächendeckenden Entlassungswelle bleiben wird.

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