Liechtenstein: Wieder Casino-Evakuierung nach Bombendrohung

    Schon wieder ein gruseliger Vorfall in Liechtenstein. Nachdem es bereits in den vergangenen Tagen Bombendrohungen gegen insgesamt drei Spielcasinos gegeben hatte, war am Donnerstag auch das Casino Schaanwald betroffen. Dieses musste nach einer Bombendrohung evakuiert werden. Die Polizei konnte zwar Entwarnung geben, dennoch bleibt ein ungutes Gefühl bei Betreibern, Spielern und Beamten.

    Casino Schaanwald evakuiert

    Gemütlich eine Runde im Casino spielen und das Glück herausfordern ist in Liechtenstein in diesen Tagen kaum möglich. Der Grund hierfür liegt in einer erneuten Bombendrohung, von der in diesem Fall das Casino Schaanwald betroffen war. Am Donnerstagabend ging hier die anonyme Bombendrohung ein und sorgte so für eine Evakuierung des Gebäudes. Die Polizei rückte anschließend mit Sprengstoffhunden an und untersuchte die Räumlichkeiten. Gefährliche Gegenstände konnten glücklicherweise nicht gefunden werden. Das Casino Schaanwald ist auch bei Österreichern enorm beliebt, da es nur rund 200 Meter von der österreichischen Grenze entfernt liegt. Regelmäßig kommen diese zum Spielen in das bekannte Casino. Wer hinter der Drohung steckt, ist laut lokalen Medien noch unklar.

    Wie viele Spieler zu jenem Zeitpunkt im Casino zu Gast waren, ist ebenfalls nicht bekannt. Dementsprechend lässt sich auch nicht einschätzen, wie hoch der wirtschaftliche Schaden für das Casino ausfällt.

    Gruselige Serie in Liechtenstein

    Obwohl keine Personen- oder Sachschäden entstanden sind, bleibt in der Branche ein ungutes Gefühl. In den letzten Tagen hatte es bereits mehrfach Bombendrohungen gegen die Casinos des Landes gegeben. Insgesamt vier Spielcasinos gibt es, schon in der letzten Woche waren am Montag gleich drei davon von einer Bombendrohung betroffen. Bei jenem Vorfall erhielten die Behörden am frühen Abend eine E-Mail mit der Drohung, woraufhin auch diese evakuiert wurden. Genau wie in Schaanwald wurden allerdings auch in den anderen drei Casinos kein Sprengstoff oder andere gefährliche Gegenstände entdeckt.

    Mutmaßungen zufolge könnte hinter den Drohungen ein Versuch stecken, die Glückspielbranche des Landes zu schädigen. Speziell in den letzten Monaten gab es immer wieder heftige Debatten um die Ausbreitung der Spielcasinos im kleinen Liechtenstein. Die Politik zeigte sich bisher allerdings unbeeindruckt vom Widerstand in vielen Regionen und erklärte, man wolle weiter Lizenzen für den Betrieb von Spielcasinos ausstellen. Es erscheint denkbar, dass einer oder mehrere Täter so ihren Widerstand gegen die Glücksspielbranche deutlich machen wollen. Aus Sicht der Branche bleibt daher vor allem zu hoffen, dass die Behörden den oder die Täter schnell ausfindig machen können. Ob bereits Hinweise gegeben wurden oder in eine Richtung ermittelt wird, wollen die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben.

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