In Frankreich kommt die Glücksspielwerbesteuer

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    Veröffentlicht am 15. November 2021

    Viele Länder versuchen auf unterschiedliche Weise, eine Spielsucht zu verhindern. Während einige auf Einschränkungen der Boni und Promotions setzen, reduzieren andere die Möglichkeit der Glücksspielwerbung. Frankreich geht einen ganz anderen Weg, um Glücksspielwerbung zu reduzieren: Glücksspielanbieter müssen eine weitere Steuer bezahlen, wenn sie Glücksspielwerbung betreiben.

    Zusätzliche Kosten soll Glücksspielwerbung reduzieren

    Scheinbar möchte Frankreich nicht grundsätzlich die Werbung für Glücksspiele unterbinden. Deshalb geht dieses Land einen anderen Weg und setzte eine Steuer für Glücksspielwerbung fest. Aufgrund dieser zusätzlichen Kosten hofft die Regierung, dass die Glücksspielanbieter weniger Werbung treiben. Wird weniger Werbung ausgestrahlt oder per Internet übertragen, könnte sich die Anzahl der Spieler reduzieren. Somit geht Frankreich den gleichen Weg wie die Länder, die Glücksspielwerbung unterbinden – nur dass es offiziell nicht so aussieht.

    Wie hoch soll die Steuer für Glücksspielwerbung ausfallen? Es ist die Rede von fünf Prozent. Diese fünf Prozent werden jedoch auf das jeweilige Jahresbudget berechnet. Das könnte dazu führen, dass sich einige Anbieter keine Werbung mehr leisten können. Genau damit könnte laut Regierung eine Spielsucht verhindert werden. Sollte das nicht gelingen, können die Steuereinnahmen dazu dienen, die Behandlung einer Spielsucht zu bezahlen. Zusätzlich soll das Geld in die Prävention von Spielsucht übertragen werden.

    Warum ausgerechnet an der Werbung gefeilt wird, hat einen guten Grund: Die Glücksspielwerbung hat sich in letzten Jahren stark erhöht, und zwar um ein Viertel. Hiergegen möchte die Regierung vorgehen.

    Gesetz muss noch verabschiedet werden

    Die Chancen stehen sehr gut, dass es in Frankreich tatsächlich zum Gesetz der Glücksspielwerbung kommt. In dieser Woche hat der Senat darüber abgestimmt und die Mehrheit hat sich für die Steuer ausgesprochen. Diejenigen, die einer Steuer nicht zustimmten, sind nicht gänzlich gegen eine Suchtprävention. Sie sehen nur den Erfolg einer Steuer als gering an.

    Der Haushaltsminister Olivier Dussopt hat gegen die Steuer gestimmt und dies auch begründet. Seiner Meinung nach müsse man direkt bei den Spielern ansetzen und nicht bei den Glücksspielbetreibern. Eine zusätzliche Steuer sieht er nicht als Erfolg an. Diejenigen, die sich diese leisten können, werden die Werbung weiterhin über TV und Internet ausstrahlen. So kämen potentielle Spieler weiterhin in Berührung mit der Werbung.

    Weitere Senatoren und Senatorinnen sehen es ähnlich und hätten sich gewünscht, dass die Glücksspielsucht auf andere Art und Weise bekämpft wird. Einige der Senatsmitglieder sehen die Spielsucht nicht nur als Problem des Einzelnen sondern als Problem der gesamten Gesellschaft an. Deshalb müsse man mit Aufklärung und Prävention vorgehen.

    Andererseits gab es in diesem Jahr bereits die Idee, Glücksspielwerbung komplett zu verbieten. Hierüber gibt es jedoch noch keine Abstimmung. Eventuell könnte es soweit kommen, falls die Steuer für Glücksspielwerbung doch nicht den gewünschten Erfolg bringt.

    Glücksspielwerbung gilt generell als Problem

    Frankreich ist nicht das einzige Land, das sich gegen Glücksspielwerbung ausspricht. Allerdings geht jedes Land anders damit um. Viele Länder haben sich dazu entschlossen, die Werbung zeitlich zu beschränken. So darf die Glücksspielwerbung oft nur nachts ausgestrahlt werden, wenn Kinder und Jugendliche sie nicht sehen können. Mit dieser Idee begann zum Beispiel Spanien, als im letzten Jahr der erste Lockdown verkündet wurde. Die ständige Anwesenheit in der eigenen Wohnung führte auch dazu, dass viele vermehrt den PC nutzten. Das traf auch für Minderjährige zu, weshalb die Werbung zeitlich beschränkt wurde.

    Andere europäische Länder verbieten zum Beispiel, Boniangebot an bestimmte Spieler zu versenden. Mit diesem Boniverbot soll der Anreiz zum Spielen verringert werden. Andere wiederum begrenzen den maximalen Bonibetrag. Auch das hat indirekt mit der Werbung zu tun: Glücksspielwerbung wird natürlich genutzt, um die eigenen Boni und Promotions anzubieten. Fallen die Bonibeträge jedoch zu gering aus, wird sich kaum jemand dafür interessieren. So gesehen kann die Werbung gleich wegfallen.

    Online Casinos setzen oft auf individuelle Werbung

    Wird von einer Glücksspielwerbung gesprochen, so darf nicht nur die über TV und Internet ausgestrahlte Werbung einbezogen werden. Werbeaktionen, die per Newsletter an bestehende Kunden versandt werden, stellen ebenfalls eine Werbung dar. Zwar wird diese nicht allgemein versandt, es erinnert die Spieler trotzdem an das Online Casino. Die meisten sehen diese Werbung als interessant an, da sie oft individualisiert wird. In diesem Zusammenhang erweist sich die Künstliche Intelligenz als nützlich, da auch diese in der Lage ist, Werbung zu personalisieren.

    Natürlich versuchen die Online Casinos, die Spieler mit der individuellen Werbung an sich zu binden. Die Spieler nutzen natürlich gerne Freispiele, Reload-Boni oder Cashback. All diese Aktionen reduzieren den eigenen Einsatz, verringern jedoch nicht die Gewinnmöglichkeiten. Gesperrten Spielern sollte diese Art von Werbung nicht zugesandt werden. Von einer öffentlichen Werbung können sie jedoch im gleichen Maße Schaden nehmen.

    Hallo, ich bin Maximilian und seit der Gründung von gameoasis.de mit an Bord. Ich bin für Reviews, Ratgeber und die News verantwortlich. Zudem bin ich selbst gern in Online Casinos unterwegs und interessiere mich auch für Sportwetten. Ich wünsche Dir viel Spaß bei uns!