Corona-Pandemie verringert Einnahmen landbasierter Casinos und Spielhallen

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    Veröffentlicht am 10. November 2021

    Es haben sich wahrscheinlich viele Personen gedacht, dass die Casinos und Spielhallen vor Ort erhebliche Umsatzeinbußen haben, seit die Corona-Pandemie vorhanden ist. Doch kaum jemand wird damit gerechnet haben, dass bereits jeder dritte Spielautomat abgebaut wurde. Ob hieran auch der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag schuld ist, möchten wir nun durchleuchten.

    Umsätze der Spielhallen vor Ort hat sich halbiert

    Die erst vor Kurzem ermittelten Umsatzzahlen können erschrecken: Im Vergleich zu 2019 haben sich die Umsatzzahlen der Spielhallen und Casinos vor Ort halbiert. In erster Linie ist daran die Corona-Krise mit all ihren Lockdowns schuld. Casinos und Spielhallen hatten stets am längsten geschlossen und wenn sie öffnen durften, mussten sie sich an strenge Regeln halten. Auch diese sorgten dafür, dass sich die Spielerzahl und somit auch die Einnahmen verringerten.

    Es gibt jedoch einen weiteren Grund, weshalb die Casinos und Spielhallen weniger einnehmen: Inzwischen wurde jeder dritte Spielautomat wieder entfernt. Das hat Georg Stecker öffentlich bekanntgegeben. Bei Georg Stecker handelt es sich um den Vorstandsprecher des Branchenverbandes „Die Automatenwirtschaft“. Doch woran liegt es, dass jeder dritte Automat verschwunden ist? Ein Grund liegt tatsächlich in dem neuen Deutschen Glücksspielstaatsvertrag. Dieser soll zwar in erster Linie das Online Angebot regulieren und zum ersten Mal Online Casinos legalisieren. Doch wie immer gibt es auch hier einen Gewinner und einen Verlierer:

    Die Spielstätten vor Ort wird laut Stecker die Deutsche Automatenwirtschaft ungefähr einen Umsatz von 3 Millionen Euro generieren. Im Jahr 2019 lag er noch bei 6,1 Millionen Euro.

    Online Casinos verdrängen Spielstätten vor Ort

    Anbieter von Online Casinos haben lange genug darauf gewartet: Auch für Deutschland können sie eine Lizenz anbieten und müssen nicht mehr darauf hoffen, dass sie aufgrund der europäischen Dienstleistungsfreiheit ihr Sortiment anbieten können. Sobald Deutschland eigene Lizenzen vergeben hat, werden die Online Casinos legal angeboten. Das ist natürlich eine wesentlich höhere Sicherheit, als sich auf ein EU-Recht zu berufen. Bis jetzt sind immerhin mehr als 40 Anträge eingegangen. Natürlich steht noch nicht fest, ob auch alle Anfragen positiv gewertet werden.

    Allerdings ist bereits jetzt so, dass viele Spieler nicht zu einem landbasierten Casino gehen, sondern gerne online spielen. Die monatelangen Lockdowns haben natürlich auch dazu geführt, dass sich das Spielverhalten ändert. Während eines Lockdowns konnte niemand vor Ort spielen und war somit gezwungen, zu einem Online Casino zu gehen. Viele änderten jedoch auch nach dem Ende der Lockdowns ihr Verhalten nicht, weshalb es zu Umsatzeinbußen der Betriebe kommt, die Filialen vor Ort anbieten.

    Abgesehen von der Präferenz, Online Casinos zu nutzen, ist der Deutsche Glücksspielstaatsvertrag auch daran schuld, dass einige Spielautomaten abgebaut wurden. Schließlich verlangt der Vertrag, dass zwischen den einzelnen Spielstätten ein bestimmter Abstand vorhanden sein muss. So kommt es durchaus vor, dass die eine oder andere Spielstätte freiwillig geschlossen hat.

    Wann gibt es die ersten Online Lizenzen?

    Derzeit ist noch nicht absehbar, wann die ersten Lizenzen für Online Casinos vergeben werden. Einige rechnen damit, dass es Ende des Jahres soweit sein wird, während andere die erste Vergabe auf das erste Quartal des nächsten Jahres schätzen. Wie offiziell bekannt wurde, gibt es bei vielen Anträgen noch fehlende Unterlagen. Erst wenn diese nachgereicht werden, kann über eine Lizenz entschieden werden. Ferner besteht nach wie vor das Problem, dass die Glücksspielbehörde für Deutschland noch nicht fertig ist und somit ihre Arbeit noch nicht aufgenommen hat.

    Bis dies soweit ist, sind die Länder für die Vergabe der Lizenzen zuständig. Aber auch hier gibt es noch Nachholbedarf und noch nicht alle Länder haben den Deutschen Glücksspielstaatsvertrag auf ihr eigenes Länderrecht umgesetzt. Ein Beispiel hierfür ist Sachsen. Dieses Bundesland hat erst vor wenigen Tagen eine Anhörung durchgeführt. Bei dieser Anhörung war der Dachverband für Automatenwirtschaft anwesend.

    Wie hierbei nicht anders zu erwarten, warnte der Dachverband vor allzu strengen Regeln, dank derer das Online Angebot reduziert wird. Das würde lediglich dazu führen, dass sich viele für einen nicht lizenzierten Anbieter entscheiden. Bei diesen gibt oftmals keinen ausreichend hohen Spielerschutz. Wichtig hingegen sei, dass Kinder und Jugendliche ausreichend geschützt werden. Deshalb müssen die Regeln des Landes Sachsen darauf abzielen, diese Gruppe im besonderen Maße zu schützen.

    Dachverband fordert Mehrfachkonzessionen

    Um illegale Angebote vor Ort zu verhindern und um den Spielstätten vor Ort zu neuem Schwung zu verhelfen, fordert der Dachverband zudem, dass die Glücksspielbetreiber Mehrfachkonzessionen erhalten. Diese sollen bis zu drei Betriebe erlauben. Ebenso wurde gefordert, dass qualitativ hochwertige Glücksspielanbieter den gesetzlichen Mindestabstand unterschreiten dürfen. So wäre es möglich, die Umsätze der Spielhallen vor Ort voranzutreiben.

    Online Casinos sind definitiv eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Diese könnten spätestens ab dem nächsten Jahr wie Pilze aus dem Boden schießen und erneut zu einem Umsatzrückgang der landbasierten Casinos führen. Zwar dürfen die Online Casinos keine beliebten Spiele wie Roulette mehr anbieten, sie können jedoch zahlreiche Slots präsentieren. Diese und Boni sind bei Spielern sehr beliebt und werden gerne genutzt.

    Hallo, ich bin Maximilian und seit der Gründung von gameoasis.de mit an Bord. Ich bin für Reviews, Ratgeber und die News verantwortlich. Zudem bin ich selbst gern in Online Casinos unterwegs und interessiere mich auch für Sportwetten. Ich wünsche Dir viel Spaß bei uns!