China: Liebstes Glücksspiel der Chinesen in Gefahr

    Die Chinesen lieben das Glücksspiel. Nachgegangen wird der Leidenschaft vor allem in der Sonderzone Macau, denn innerhalb des kommunistischen Landes geht die Regierung in der Regel ziemlich stark gegen die Verbreitung der Glücksspiele vor. Das bekommt nun auch ein echtes Stück chinesisches Kulturgut zu spüren: In der Provinz Jiangxi wurde jetzt bekannt, dass die Polizei sämtliche Mahjong-Stuben schließen lassen möchte. Mahjong ist allerdings das beliebteste Glücksspiel des Landes.

    Lärmprobleme durch das Glücksspiel?

    Chinas Regierung treibt den Kampf gegen das Glücksspiel im eigenen Land weiter voran. Jetzt trifft es erstmals auch ein kulturell verankertes chinesisches Spiel: Mahjong. Hierbei handelt es sich um ein Spiel, welches dem in Deutschland bekannten Rommé zumindest ähnelt. Gespielt wird mit insgesamt 144 Spielsteinen, das Spiel selber basiert auf Glück, Geschicklichkeit und der Kunst des Rechnens. Schon seit der Quing-Dynastie im 19. Jahrhundert wird das Spiel gespielt, von China aus hat sich das Spiel in die gesamte Welt verbreitet. Und ausgerechnet im Mutterland gibt es nun horrende Schwierigkeiten.

    Die Polizei von Yushan in der Provinz Jiangxi teilte mit, dass alle Mahjong-Stuben schließen müssen. Offenbar ist das Spiel mit großen Lärmproblemen verbunden, denn von Seiten der Behörden heißt es: „Die Kampagne gegen Verbrechen und Banden voranzutreiben, um das Glücksspiel und Lärmproblem zu lösen und das soziale Verhalten zu verbessern.“ Klingt so, als würde die Polizei neben der Lärmbelästigung auch eine Unterwanderung von Banden beklagen. Das Problem: Nicht nur die Illegalität ist von einem Verbot betroffen, sondern natürlich auch alle „normalen“ Liebhaber. Und das sind in China eine ganze Menge. Diese sind nun aufgrund des Verbots allesamt verunsichert.

    Behörden rudern zurück

    Zum Glück für die Spieler, haben die Behörden mittlerweile wieder ein Stück zurückgerudert. Ob dies möglicherweise am großen Echo in der Bevölkerung liegt, ist allerdings nicht klar. Wie die Polizei mitteilte, sei von dem Spielverbot nicht der legale Branchenzwei betroffen, der eine offizielle Lizenz der Behörden vorweisen kann. Stattdessen seien nur die illegalen Anbieter gemeint. Wie Behörden des Landes berichten, scheint dies allerdings nicht bei allen Unternehmen so angekommen zu sein. Stattdessen hätten auch zahlreiche legale Betriebe ihre Türen, wenn auch nur vorübergehend, geschlossen. Kritiker vermuten gar ein Kalkül hinter dem vermeintlichen Missverständnis. Um herauszufinden, wie die Bevölkerung auf ein mögliches Verbot reagiert. Mit Blick auf die Provinz nicht sonderlich gut.

    Kurzfristigen Schaden dürfte das Verbot der Mahjong-Stuben auf jeden Fall mit sich gebracht haben. Noch immer sollen einige Stuben geschlossen sein, wobei nicht klar ist, ob dies aufgrund von freiwilligen Entscheidungen passiert oder es sich um polizeiliche Vorgaben handelt.

    Chinesen lieben Glücksspiele, die Regierung aber nicht

    Verdeutlicht wird durch die Problematik rund um das Spiel Mahjong aber erneut die zweigeteilte Einstellung innerhalb des Landes. Die Chinesen lieben das Glücksspiel, reisen in der Regel zuverlässig oft nach Macau oder Hong Kong und verbringen hier nicht selten ihre einzigen freien Tage im Jahr. Dass sich das Glücksspiel ausschließlich innerhalb Macaus abspielt, ist vor allem der Wunsch der Politik. Diese gilt seit jeher keinesfalls als großer Freund des Spiels. Aus  diesem Grund ist das Spiel seit 1949 ganz offiziell in China verboten. Dazu gehören sämtliche Formen des Glücksspiels, aber auch Glücksspielanbieter, die im Ausland sitzen und auf chinesische Kunden abzielen. Abgesehen von den Casinos in Macau und den Spielangeboten in Hong Kong ist den Chinesen so nur die staatliche Lotterie zugänglich. Vor allem in den letzten Jahren sind die Behörden des Landes auch scharf gegen Unternehmen vorgegangen, die zum Beispiel Pokerspiele oder Mahjong in digitaler Version für die chinesischen Wohnzimmer anbieten wollten.

    Illegales Glücksspiel ist in China aufgrund der strengen Verbotssituation in nahezu allen Regionen des Landes ein Problem. Selbst in den ländlichen Regionen werden oftmals verbotene Glücksspielrunden veranstaltet, gegen die Behörden künftig noch stärker vorgehen wollen. Einige Regionen allerdings haben das Verbot mit regionalen Besonderheiten etwas entkräftet. Hier sind die Spiele bis zu einem bestimmten Einsatz gestattet. Erst wenn es dann zum Beispiel um mehr als 50 Euro geht, wird das Spiel illegal und benötigt eine Lizenz. Für die Überprüfung der Lizenzen werden mittlerweile hochmoderne Mittel eingesetzt. Erst vor wenigen Monaten wurde zum Beispiel bekannt, dass die chinesische Regierung Drohnen im Kampf gegen illegale Glücksspielrunden einsetzt. Auch deshalb, weil sich diese aus Hinterzimmern in der Großstadt offenbar immer stärker in die ländlichen Regionen verlagern.

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