China: Chef von Junket-Operator ermittelt und angeklagt

    Veröffentlicht am 3. Dezember 2021

    Wer die Nachrichten um das Crown Casino verfolgt hat, konnte auch feststellen, dass Junket-Operators beteiligt waren. Nachdem diese nicht legal agieren, hat China nun einen Junket-Operator verhaftet, der illegale Online Glücksspiele anbot.

    Chef von Suncity festgenommen

    China kann definitiv stolz auf sich sein, dass sie ausgerechnet den Chef von Suncity ermitteln und festnehmen konnte. Dieses Unternehmen war an der Geldwäsche Affäre bezüglich Crown Casinos beteiligt. Ein Junket-Operator sorgt dafür, dass reiche Spieler in ein Casino eingeschleust werden, obwohl diese Spieler gar nicht angenommen werden dürften. Das hat keinerlei private oder persönliche Hintergründe, vielmehr gesetzliche.

    So ist in China das Glücksspiel verboten, weshalb die Casinos in Australien laut Lizenzbestimmungen Kunden aus China nicht annehmen dürfen. Wer gegen diese Regel verstößt, muss mit Konsequenzen seitens der Glücksspielaufsicht rechnen. Das mussten die Geschäftsführer der Crown Casinos am eigenen Leib spüren, da die Lizenz für das bereits erbaute Casino in Melbourne entzogen wurde.

    Selbstverständlich wurde zugleich verboten, weiterhin mit den Junket-Operators zusammenzuarbeiten. Ob dies weiterhin geschah, wurde nicht veröffentlicht. Es scheint jedoch so zu sein, dass das Unternehmen Suncity weiterhin aktiv war.

    Die aktuellen Anschuldigungen

    Es wurden insgesamt elf Personen festgenommen, gegen die bereits seit zwei Jahren ermittelt wurde. Umso erfreulicher ist es nun, dass die Ermittlungen abgeschlossen sind und die betroffenen Personen verhaftet wurden. Die Anklage im Rahmen der Ermittlungen lautete, dass Suncity Chinesen dabei geholfen hatte, an illegalen Online-Glücksspielen teilzunehmen. Als Chef dieser Bande konnte Alvin Chau ermittelt werden, der zugleich Chef von Suncity ist. Die weiteren Personen stammen scheinbar nicht aus diesem Unternehmen.

    Abgesehen hiervon wird Suncity vorgeworfen, dass es ein Bindeglied zwischen organisierten Verbrechern und weiteren Banden darstellte. Somit muss Suncity wohl bei Geldwäsche mitgeholfen haben. Während der Verhaftung konnte die Polizei belastende Unterlagen in Form einer Festplatte und 350.000 Euro sicherstellen.

    Die meisten begrüßen die Verhaftung von Chau, darunter auch die UNODC. Hierbei handelt es sich um das UN-Büro für die Bekämpfung von Drogendelikten und Kriminalität. Die Vertreter dieser Behörde sind sich sicher, dass die Verhaftung von Chau eine Warnung an weitere Junket-Operators darstellt. Hierbei wird gehofft, dass sich die Verhaftung nicht nur auf China auswirkt, sondern auch auf andere Länder.

    Negative Folgen für Suncity

    Obwohl die auf Macau ansässigen Casinos nichts für die kriminellen Machenschaften von Suncity können, reagierte die Börse negativ auf die Schlagzeilen der Verhaftung. So gingen die meisten Aktien spürbar nach unten. Am stärksten betroffen scheint Wynn zu sein, da der Aktienkurs dieses Unternehmens um 10 Prozent absank. Andere Casinos mussten nur einen Wertverlust von ungefähr sechs Prozent hinnehmen.

    Den größten Schaden erleiden derzeit die Mitarbeiter von Suncity. Das Unternehmen hat aufgrund der Verhaftung ihres Geschäftsführers alle VIP-Casinos geschlossen. Den Mitarbeitern wurde nicht erläutert, wie lange die Schließungen dauern und wie es mit deren Arbeitsverhältnis aussieht. Offiziellen Nachrichten zufolge soll ein Drittel der Beschäftigten für November kein Gehalt erhalten haben. Woran das liegt, wurde nicht bekannt gegeben. An Geldmangel liegt dies mit Sicherheit nicht.

    Von der Schließung der VIP-Rooms sind zudem die Betreiber der Casinos betroffen. Scheinbar konnten die meisten dieser Glücksspielkonzerne einen Großteil ihrer Umsätze mit den Kunden der Junket-Operators generieren. Dies wird in Zukunft wegfallen. Allzu groß wird der Schaden jedoch nicht ausfallen, da die Umsätze nur zu sechs bis 21 Prozent von den unerlaubten Spielern kamen.

    Macaus Casinos vor Ort leiden mit

    Viele der auf Macau sitzenden Casinos müssen ebenfalls mit negativen Folgen rechnen. Die Junket-Operators haben nicht nur viele Spieler zu den Online Casinos geführt, sondern natürlich auch zu den Casinos vor Ort. Macau war wie Australien ein Anziehungspunkt für reiche Spieler aus China. Angesichts der Verhaftung von Suncitys Chef könnten sich alle anderen Junket-Operators in nächster Zeit bedeckt halten und keine Glücksspielreisen mehr anbieten.

    Die damit einhergehenden Umsatzeinbußen kommen zu den Pandemiebedingten Umsatzverlusten hinzu. Einige Casinobetreiber haben jedoch bereits vor der Verhaftung reagiert. So hatte Melco einige Zeit zuvor die VIP-Rooms in normale Casinobereiche umgewandelt, zu denen alle Kunden Zutritt haben. Womöglich versuchte der Anbieter so, die Umsätze wieder nach oben zu treiben. Eventuell wurden die neuesten Entwicklungen vorausgesehen.

    Die neuesten Meldungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, nach einem lizenzierten und seriösen Casino zu suchen. Deshalb sollte jeder die Geschäftsbedingungen inklusive der Bedingungen für die Boni genau lesen, bevor er sich für ein Online Casino entscheidet. Seriöse Online Casinos wenden immer die Gesetze und Vorschriften eines Landes an, in dem die Glücksspiele angeboten werden. Zudem sollten die Umsatzbedingungen für ausgezahlte Boni immer so gestaltet sein, dass sie jeder erreichen kann. Liegen all diese Voraussetzungen vor, handelt es sich auch um einen seriösen Anbieter.

    Patrick ist seit 2021 der Brand Manager von GameOasis und ist jeden Tag fleißig am Publizieren von brandneuen Casino-Erfahrungsberichten, Nachrichten-Artikeln oder anderen für unsere Kundschaft relevanten Inhalten. Er hat richtig Spaß daran, sich in den Management-Systemen auszutoben und hat schon 5 Jahre Casino Erfahrungen.