Caesars Entertaiment: Übernahme durch Eldorado?

    Bereits seit Monaten halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Carl Icahn einen Verkauf des Glücksspielunternehmens Caesar Entertainment vorantreiben möchte. Eine ganze Reihe von Namen wurde im Zusammenhang mit einer möglichen Übernahme bereits genannt, wirklich konkret wurde es allerdings nie – zumindest bis jetzt. Wie US-amerikanische Medien berichten, soll die Eldorado Resorts Inc. starkes Interesse an einer Übernahme zeigen. Und es könnte offenbar sein, dass der Deal in den nächsten Stunden und Tagen über die Bühne geht. Für die Glücksspielbranche wäre dies ein echter Mega-Deal – auch mit Blick auf die Übernahmesumme.

    Caesars Übernahme? Eldorado will nach Las Vegas

    Der von Milliardär Carl Icahn forcierte Verkauf von Caesars Entertainment nimmt offenbar Formen an. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf US-amerikanische Quellen berichtet, scheint sich eine Einigung zwischen Caesars Entertainment und den Eldorado Resorts anzudeuten. Läuft alles glatt, könnte der Deal noch am heutigen Montag von beiden Seiten öffentlich verkündet werden. Für die Eldorado Resorts wäre der Deal historisch von enormer Bedeutung. Das Unternehmen ist zwar bereits in zwölf US-Bundestaaten aktiv, betreibt allerdings noch kein Etablissement in der Spielerstadt Las Vegas – mit Caesars Entertainment könnte ma dieses Problem auf denkbar galante Art und Weise lösen.

    Ein Angebot, welches dem Unternehmen offenbar eine ganze Menge Wert ist. Wie Reuters berichtet, soll der Deal für rund 18 Milliarden US-Dollar, rund 13 US-Dollar pro Aktie, über die Bühne gehen. Eine beachtliche Summe, allerdings wären die neuen Möglichkeiten für die Eldorado Resorts schon allein in „Sin City“ enorm.

    Icahn kam, nahm und verkaufte?

    Freude über diesen Deal dürfte es aber auch auf der anderen Seite des Verhandlungstisches geben – insbesondere bei Milliardär Carl Icahn. Der Investor hatte sich vor einiger Zeit bei Caesars Entertainment eingekauft und im Prinzip seit jenem Tag auch einen Verkauf des Unternehmens angestrebt. Über nach und nach immer mehr Vorstandssitze konnte der Unternehmer seinen Plänen langsam Gestalt geben, die jetzt immer festere Formen anzunehmen scheint. Überraschend wäre der Verkauf des Unternehmens nicht, ganz im Gegenteil: Er würde exakt die Handschrift Icahns tragen. Dieser hat sich in den USA als sogenannter „Corporate Raider“ gemacht, der immer nach dem gleichen Prinzip vorgeht: Er kauft sich in Unternehmen ein, anschließend werden diese veräußert. Legendär ist zum Beispiel die Verbindung von Carl Icahn und Ebay. Obwohl er mit nur 2,5 Prozent einen geringen Anteil an dem Unternehmen hielt, gelang es Icahn, die Geschäftsführung von der Ausgliederung des Bezahldienstes PayPal zu überzeugen. In der Vergangenheit hielt oder hält Icahn noch immer Beteiligungen an zahlreichen großen Unternehmen. Darunter zum Beispiel Apple, Yahoo, Time Warer, Dell, Take 2 Interactive oder Motorola. Zusätzlich dazu engagiert sich der Milliardär aber auch im wohltätigen Bereich und hat zum Beispiel gemeinsam mit seiner Frau drei gemeinnützige Stiftungen ins Leben gerufen: Die Stiftung für eine größere Chance zum Beispiel hat für drei Schulgründungen im Süden der Bronx gesorgt, der Kinder-Rettungsfonds hat mit dem „Icahn House“ ein Frauenhaus für schwangere und/oder obdachlose Frauen mit Kindern ins Leben gerufen.

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