Anzahl der Spielhallen in Nürnberg stagniert

    Veröffentlicht am 1. November 2021

    Die Stadt Nürnberg möchte die Anzahl der vorhandenen Spielhallen nicht endlos erhöhen. Hinter dieser Idee versteckt sich nicht nur der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag, der einen gewissen Abstand zwischen den Spielstätten vorschreibt. Nürnberg hat viele weitere Gründe, die Spielstätten einzudämmen.

    Ballungsgebiete an Spielstätten sollen verschwinden

    Nürnberg kämpft im Grunde genommen mit zwei verschiedenen Problemen: In Nürnberg sind 128 Spielstätten vorhanden, die sich aus Spielhallen mit Spielautomaten und Wettbüros zusammensetzen. Natürlich ist die Stadt sehr groß, weshalb man denken könnte, dass sich die Spielhallen sinnvoll verteilen. Dem ist aber nicht so und die größte Anzahl der Spielhallen befindet sich in einer Gegend: Der Hauptbahnhof ist wie in den meisten Städten ein Problem, da sich hier die meisten Spielhallen befinden.

    Einerseits ist es logisch, wenn die Glücksspielbetreiber ihre Betriebe ausgerechnet am Bahnhof platzieren. Dort sind immer viele Personen anwesend, die gerne ihre Zeit zwischen dem Zugverkehr mit Glücksspielen totschlagen. Nur deshalb lohnt es sich für die Unternehmen, ausgerechnet in diesem Bereich die Glücksspielstätten zu betreiben. Allerdings leben rund um den Hauptbahnhof in Nürnberg enorm viele Personen, darunter auch zahlreiche Arbeitslose. Diese würden mit dem Glücksspiel versuchen, ihr Einkommen aufzubessern. Doch das gelingt nicht immer, weshalb die Stadtverwaltung nun beschlossen hat, die Spielstätten einzudämmen.

    Allerdings können sich die Spieler und die Glücksspielstätten darüber freuen, dass bereits bestehende Spielhallen geöffnet bleiben dürfen. Die Reduzierung der Spielhallen bezieht sich auf die Zukunft.

    Neue Bebauungspläne sehen weniger Spielhallen vor

    Um das Wachstum der Spielhallen einzudämmen, wurden einige Bebauungspläne abgeändert. In diesen waren erneut Spielstätten vorgesehen, die nun noch nicht öffnen dürfen. Es wurden von der Stadtverwaltung bestimmte Straßen bestimmt, in denen neue Glücksspielstätten öffnen dürfen. In zahlreichen anderen Straßen dürfen keine Wettbüros und Spielhallen öffnen. Die bestehenden Wettbüros und Spielstätten dürfen weiterhin offen bleiben, auch wenn keine Lizenz vorhanden ist.

    Mit dem Fehlen der Lizenz kämpft die Stadt schon länger. Es werden zwar immer wieder Klagen veranlasst, die jedoch nicht immer zum Erfolg führen. Erfahrungsgemäß schließen die beklagten Wettbüros kurz vor einer gerichtlichen Entscheidung, sodass es zu gar keinem Beschluss mehr kommen kann. Nicht lange darauf eröffnen die Wettbüros unter einem anderen Namen, natürlich erneut ohne Lizenz. Nachdem jede Klage viel Zeit und Geld benötigt, hat die Stadt des Öfteren bewusst auf eine Klage verzichtet.

    Weitere Probleme zu vieler Spielstätten

    Experten mögen bemängeln, dass die bereits bestehenden Spielstätten nicht geschlossen werden dürfen. Der Deutsche Glücksspielstaatsvertrag schreibt vor, dass zwischen den einzelnen Locations 500 Meter Abstand vorhanden sein muss. Zusätzlich muss dieser Abstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen eingehalten werden. Das natürlich, um Minderjährige zu schützen. In Nürnberg jedoch kommen die Minderjährigen immer mit den Spielstätten in Berührung. Doch leider verhindert der Glücksspielstaatsvertrag, dass bestehende Locations geschlossen werden.

    Auch aus diesem Grund kann Nürnberg nichts gegen vorhandene Spielstätten unternehmen. Umso positiver ist es, dass Glücksspiellocations in Zukunft verringert werden. Bei der Auswahl der Straßen wurde mit Sicherheit beachtet, ob sich Kinder- und Jugendeinrichtungen in der Nähe befinden. Womöglich sieht es Nürnbergs Bevölkerung nicht unbedingt als positiv an, wenn die Anzahl der Spielstätten reduziert wird. Diese scheinen sehr beliebt zu sein und einige dieser wurden in diesem Jahr sogar mit dem Preis „Applaus 2021“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden nicht nur hervorragende Leistungen belohnt, die Spielstätten werden auch für ihr Durchhaltevermögen ausgezeichnet.

    Bestand bleibt trotz Corona-Krise erhalten

    Interessant ist, dass die Spielstätten in Nürnberg die Corona-Pandemie mit ihren Lockdowns unbeschadet überstanden haben. Umso mehr freuen sich die Betreiber der Vergnügungsstätten, dass sie vom bayrischen Innenministerium verschont bleiben. Die Schonfrist für Bestandslocations wurde bis zum Jahr 2031 verlängert, sodass keine Spielstätte schließen muss. Die Schonfrist gilt auch dann, wenn der geforderte Abstand von 500 Metern nicht eingehalten wird. Der Hauptgrund für die Schonung liegt in den hohen Einnahmen, die Nürnberg mit den Spielstätten generiert.

    Trotzdem ist es nicht so, dass es keine Kritik gäbe. Die Spielstätten verdrängen den Einzelhandel und würden so die Straßen unattraktiv machen. So lauten die Argumente der Gegner. Zudem fördern zu viele Spielstätten die Glücksspielsucht. Die Frage ist nur, ob dies nicht auch Online Casinos schaffen würden. Wer spielen möchte, kann dies immer tun. Besonders einfach läuft das Spielen mit dem eigenen Smartphone ab. Dieses trägt jeder immer bei sich, weshalb es unproblematisch ist, an jedem Ort und zu jeder Zeit den aktuellsten Slot zu nutzen. Ähnlich verhält es sich mit Sportwetten, die ebenfalls zu jeder Zeit über das eigene Smartphone abgegeben werden können.

    Hallo, ich bin Maximilian und seit der Gründung von gameoasis.de mit an Bord. Ich bin für Reviews, Ratgeber und die News verantwortlich. Zudem bin ich selbst gern in Online Casinos unterwegs und interessiere mich auch für Sportwetten. Ich wünsche Dir viel Spaß bei uns!