888-Studie: Sind Frauen die besseren Glücksspieler?

    Der „Kampf“ zwischen den Geschlechtern ist so alt wie die Menschheit selbst. Seit jeher stellt sich in unterschiedlichen Bereichen die Frage, ob Frauen oder Männer die jeweilige Aufgabe erfolgreicher bewerkstelligen können. Mit einer ähnlichen Fragestellung hat sich in New Jersey in den USA jetzt auch der Glücksspielkonzern 888 Holdings beschäftigt. Das Ergebnis: Frauen sind offenbar insbesondere bei den Wetten auf Sportveranstaltungen erfolgreicher als die Männer. Allerdings betont der Anbieter, dass es sich nicht um eine repräsentative Studie handelt. Ein Blick auf die Ergebnisse ist dennoch interessant.

    Neue Regeln in den USA sorgen für Boom

    Erst vor wenigen Monaten wurde das Glücksspielgesetz in den USA deutlich verändert. Seit jeher ist es jedem Bundestaat selbst überlassen, die Sportwetten innerhalb der eigenen Grenzen zu legalisieren und zu regulieren. Jahrelang war dies vorher nicht möglich, da die Glücksspiele außerhalb einzelner Regionen (wie etwa Las Vegas) komplett verboten waren. Durch die Änderung des Gesetzes hat sich in den USA ein regelrechter Boom entwickelt, da immer mehr Bundestaaten ihre Märkte für die Sportwetten-Fans öffnen. Das wiederum hat der Glücksspielriese der 888 Holdings (Betreiber vom 888 Casino) zum Anlass genommen, das Spiel- und Wett-Verhalten der Kunden einmal gründlich zu analysieren.

    Insbesondere im Fokus stand dabei die Fragestellung, welches Geschlecht sich erfolgreicher beim Glücksspiel verhalten würde. Ausgewertet wurden hierzu sämtliche Daten, die das Unternehmen seit Januar 2019 erheben konnte. Und die Ergebnisse sind durchaus überraschend.

    Deutlich stärker als Männer: Frauen mit guter Ausbeute bei den Sportwetten

    Wird ein Blick auf die Sportwetten geworfen, zeigt sich hier zum Beispiel, dass die Frauen mit den Tippscheinen deutlich erfolgreicher als die Männer unterwegs sind. Untersucht wurde hier der sogenannte Return of Investment (ROI). Hierbei handelt es sich eigentlich um eine wirtschaftliche Kennzahl, mit der das Verhältnis zwischen Gewinn und Investition bewertet wird. Umgemünzt auf die Sportwetten also das Verhältnis zwischen Einsätzen und Gewinnen. Frauen konnten im Schnitt einen ROI von fast 20 Prozent (19,79 Prozent) vorweisen, was einer guten Ausbeute entspricht. Die Männer wiederum schneiden hier deutlich schlechter ab. Der ROI liegt bei minus 4,6 Prozent und damit im negativen Bereich – und natürlich auf einem deutlich schlechteren Niveau als bei den Frauen. Im Klartext bedeutet das: Während der Großteil aller Männer mit den Sportwetten große Verluste erzielt, machen Frauen mit ihren Wetten im Schnitt einen Gewinn von fast 20 Prozent.

    Untersucht wurden mit Hilfe der Daten aber nicht nur die Geschlechter, sondern diese auch unterteilt in Altersgruppen. Die erfolgreichsten Frauen sind demnach im Alter zwischen 35 und 44 Jahren zu finden. Hier liegt der ROI laut Glücksspielriese bei satten 129,6 Prozent. In der gleichen Altersgruppe sieht es aus männlicher Sicht wieder enorm enttäuschen aus. Hier liegt  der ROI bei nur 0,88 Prozent. Noch bitterer ist es für die Männer in der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren. Hier liegt der männliche ROI bei minus 8,47 Prozent, der weibliche ROI mit 127,06 Prozent um ein Vielfaches höher. Die erfolgreichsten männlichen Tipper sind demnach in der Altersgruppe zwischen 45 und 54 zu finden. Hier liegt der ROI bei 16,9 Prozent.

    Kurioses Ergebnis, aber nicht repräsentativ

    Die Ergebnisse der Studie sind so nicht wirklich zu erwarten gewesen. Allerdings wird von Seiten des Glücksspielriesen betont, dass es sich nicht um eine repräsentative Studie handele, sondern diese lediglich die Daten der letzten Monate aus New Jersey analysiere. Konkret heißt es hierzu: „Die Daten zeigen Trends bei einer Gruppe von Personen zu einem Zeitpunkt in einer geografischen Region. Es reicht nicht aus, um eine pauschale Aussage zu treffen, dass Frauen besser spielen als Männer.“ Gleichzeitig heißt es: „Um diese Aussage treffen zu können, wären viel umfangreichere Studien erforderlich, die über Jahrzehnte durchgeführt werden müssten und eine Reihe von Faktoren berücksichtigen müssten. Es ist keinesfalls so, dass die Daten dieser Studie deshalb wertlos sind. Sie reichen so nur nicht aus, um ein derartiges Urteil zu fällen.“

    Weshalb die Frauen in New Jersey in den letzten Monaten aber deutlich erfolgreicher als die Männer spielten, konnten die Wissenschaftler erst einmal nicht beantworten. Vermutet wird allerdings, dass die Frauen deutlich rationaler und ausgeglichener an die Sportwetten herantreten. Zusätzlich dazu wird davon ausgegangen, dass die Frauen bei der Wahl ihrer Wetteinsätze deutlich vorsichtiger agieren als die Männer. Auch dies könne man allerdings nicht verallgemeinern, eine biologische Differenz zwischen den Geschlechtern sei grundsätzlich jedoch erst einmal auszuschließen. Einflüsse wie die psychologischen Faktoren, die Kindheit bzw. Erziehung oder die Strategie könnten stattdessen eine Rolle spielen.

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