Was macht ein Buchmacher?

    In diesem Beitrag widmen wir uns der berechtigten Frage, was genau denn ein Buchmacher ist? Beispiele für Sportwetten Anbieter sind Ladbrokes, 10Bet etc. und eben solche Anbieter für Sportwetten werden in der Wettbranche als Buchmacher bezeichnet. Nachfolgend möchten wir Ihnen nun alle wichtigen Informationen rund um Buchmacher und deren Rolle im Bereich der Sportwetten geben.

    Die Tätigkeit der Buchmacher

    Buchmacher sind dafür zuständig Wettquoten für die verschiedensten Sportereignisse zu erstellen. Der Begriff Buchmacher stammt vom Englischen Bookmaker (Bookie) ab. Bei den erstellten Wettquoten unterscheidet man zwischen festen und variablen Quoten. Die Quotendarstellung der Buchmacher variiert je nach Region.

    Beispiele für verschiedene Quotenformate:

    • Europa – 1,85
    • Großbritannien – 4/5
    • Amerika – +250

    Das nicht nur unserer Meinung nach übersichtlichste Quotenformat haben wir in Europa. Am Ende ist dies aber Geschmackssache und nicht weiter entscheidend.

    Wie erstellt ein Buchmacher die Quote

    Der Buchmacher berücksichtigt bei der Quotenstellung mehrere Aspekte wie den statistischen Werten der letzten Spiele und entscheidet so, wie hoch oder niedrig eine Quote von einer bestimmten Mannschaft ist. Oder aber auch wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass in einem Spiel z.B. drei Tore fallen. Nun wird fleißig hin- und her gerechnet und am Ende wird eine Quote erstellt.

    Ein Beispiel dazu: Gingen zum Beispiel bei einem Spiel die letzten Begegnungen fast immer nur mit einem 1:1 aus, dann wird die Quote für drei Tore sehr hoch angesetzt. Bekommt es der FSV Mainz 05 mit dem FC Bayern München zu tun und die Mainzer haben keines der letzten Spiele gewonnen, dann geht hier der FC Bayern München als klarer Favorit in dieses Spiel und hat eine dementsprechend kleine Quote, da man fest mit einem Sieg der Münchner ausgeht.

    Bei Mannschaften, die einen großen Namen haben, kann man schon fast immer davon ausgehen, dass diese so gut wie immer die Favoritenrolle haben. So ist das unter anderem beim FC Bayern, Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04 und auch in den meisten Fällen auch Mannschaften wie Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg. Spielen diese gegen einander, kommt es wieder auf die statistischen Werte der vergangen Spiele an. Gewinnt der FC Bayern so gut wie jedes Spiel gegen den FC Schalke 04, dann geht auch hier der FC Bayern als Favorit in dieses Spiel. Werden dann in den Spielen dieser beiden Mannschaften auch so gut wie immer drei Tore erzielt, dann ist auch die Quote von z.B. 2,5 Tore eher klein.

    Wie verdient der Buchmacher sein Geld?

    Der Spielausgang ist aus Sicht der Buchmacher völlig irrelevant, ein Gewinn wird so oder so erzielt. Ja, Sie haben richtig gelesen, der Buchmacher gewinnt immer – zumindest sollte es so sein, wenn er seinen Job richtig gemacht hat. Der Grund liegt schlicht und ergreifend in der sogenannten Buchmachermarge. Die Buchmachermarge hat einen Wert, der sich auf bis zu 10% der Quote beläuft.

    Der Buchmacher hat jederzeit die Möglichkeit seine Wettquoten anzupassen – dies ist vor allem bei Livewetten der Fall – was er auch ständig tut, je nachdem auf was die Wetter tippen und wie die Einsatzverteilung ausfällt. Der Grund dafür, dass die Siegquoten auf einen Favoriten häufig schnell sinken liegt darin, dass viele Wettfreunde darauf tippen und der Buchmacher diese Wettquote entsprechend anpasst. Dies hat aber automatisch auch zur Folge, dass die Quote auf den Außenseiter steigt.

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